Die Speisung der 5000

Qualität statt Quantität

Jeder kennt sie, die Erzählung von der Speisung der Fünftausend. Und es ist schon faszinierend, was Jesus da vollbringt. Er verteilt fünf Brote und zwei Fische an fünftausend Menschen und hat am Ende sogar noch etwas übrig, welch ein Wunder! Fehlt es – an anderer Stelle – an Wein, dann verwandelt er Wasser, droht sein Schiff im Sturm zu sinken, dann beruhigt er selbst das Meer – für Jesus gibt es keine Probleme ohne Lösung und wenn jemand in der Lage ist, Zeichen zu setzen, dann er! Wer aber glaubt, dies sei schon alles, was Jesus zu bieten hat, der sollte noch mal genau hinsehen:

Die Speisung der Fünftausend (Johannes 6, 1-15)
 
Danach fuhr Jesus weg über das Galiläische Meer, das auch See von Tiberias heißt. Und es zog ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
Jesus aber ging auf einen Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern. Es war aber kurz vor dem Passa, dem Fest der Juden.
Da hob Jesus seine Augen auf und sieht, dass viel Volk zu ihm kommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben? Das sagte aber, um ihn zu prüfen; denn er wusste wohl, was er tun wollte.
Philippus antwortete ihm, für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder ein wenig bekomme.
Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?
Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich etwa fünftausend Männer. Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, soviel sie wollten.
Als sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.
Da sammelten sie und füllten von den fünf Gerstenbroten zwölf Körbe mit Brocken, die denen übrig blieben, die gespeist worden waren.
Als nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Als Jesus nun merkte, dass sie kommen würden und ihn ergreifen, um ihn zum König zu machen, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein.

Die Situation war sehr extremer Art, Jesus und seine Jünger brauchten urplötzlich Brot für 5000 Menschen. Und was tat Jesus? Man könnte sagen, er fragte zunächst einfach mal Philippus nach einer Bäckerei. Nur, er wollte gar nicht wirklich wissen, wo eine ist, da er sowieso bereits wusste, was er tun würde.
Was aber würde er tun? Um was ging es ihm, als er mit fünf Broten und zwei Fischen fünftausend Menschen zu essen gab? Ging es ihm um das Wunder, das dafür nötig war? Ging es ihm um eine Demonstration seiner Macht? Ging es ihm darum, die Masse zu begeistern, auf dass sie ihm nachfolgte?
Ich denke, die Antwort ist viel einfacher: die Menschen hatten Hunger und er machte sie satt! Dafür brauchte er aber kein Brot für zweihundert Silbergroschen, selbst das hätte ja, wie seine Jünger feststellten, gar nicht gereicht. Ihm reichten fünf Brote und zwei Fische, aber auch nur deshalb, weil es letztendlich nicht die Menge der Brote sein sollte, die die Leute satt machte, sondern Jesus selbst.
 
Jesus macht satt!
 
Und das ist für mich eine noch wertvollere Erkenntnis aus dieser Geschichte, als die Tatsache, dass er Wunder vollbringen kann, denn diese Erkenntnis hat für mich unmittelbare Bedeutung.
Ich habe tierischen Hunger, ich kann gar nicht genau sagen, nach was. Hunger nach Zufriedenheit, Anerkennung, Liebe, Freude, Spaß, … – Hunger nach Leben eben!
Hunger, den die Welt niemals stillen wird, egal was sie mir alles bietet und was ich alles ausprobiere.
Aber Jesus kann diesen Hunger stillen, ganz auf seine Weise und nicht mit Dingen, von denen wir meinen, er würde sie dazu brauchen. Jesus macht satt, Jesus allein.
“Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.” (Johannes 6,35)

Hast DU Hunger? Dann komm zu Jesus, auch DU bist eingeladen! 

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Dieser Artikel wurde urspünglich am 30.12.2003 erstmals auf www.andima.de veröffentlicht.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Sehr feinsinnige Idee mit der Gleichung und dem Jesus-Faktor! Danke für diese und andere Anregungen, immer locker und doch sinnig geschrieben – weiter so! Liebe Grüße nach Wildberg

  2. Tolle andacht! Gerade mit der Stelle aus Johannes – hat mir eine viel tiefere Erkenntnis zu der Wundertat gegeben und neue Hoffnung für meinen Hunger in vielen Bereichen momentan.
    Herzlichen Dank und weiterhin viel Segen für deine Arbeit hier! :)

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