Wer den Sohn sieht

„Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.“ (Johannes 6,40)

In diesem Sinne … frohe Weihnachten!

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Das Licht des Leibes

„Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“ Matthäus 6,22-23

Es gibt viel zu sehen in dieser Welt. Aber leider auch viel zu viel, das nicht gut ist: vieles, was uns vielleicht in erster Linie nur Zeit zu rauben vermag; und sehr vieles, das uns auf eine Weise prägt, die uns nicht nur nicht gut tut, sondern regelrecht krank zu machen vermag und uns in eine ungute Abhängigkeit zieht. Ob wir das wahrhaben wollen oder nicht.

Das Auge ist das Licht des Leibes … und mir geht in diesem Zusammenhang immer eine Zeile aus einem Liedtext durch den Kopf: „Be careful little eyes what you see, it’s the second glance that ties your hands as darkness pulls the strings.“
Grob übersetzt: Vorsicht ist geboten hinsichtlich dessen, was wir uns vor Augen führen. Es ist der zweite Blick, der uns die Hände bindet, während die Dunkelheit die Fäden zieht.

Wenn das Auge böse ist, so wird der ganze Leib finster sein … ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich kenne einen Teil des Sumpfes, in den man hineingezogen werden kann, wenn die Dunkelheit die Fäden ziehen darf, weil der zweite Blick einem die Hände bindet. Und ich kenne die Schwierigkeit, sich aus diesem Sumpf wieder zu befreien.
„Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen.“ 1. Johannes 5,19
Wenngleich ich um die Verheißung des Reiches Gottes weiß, als Kind Gottes lebe ich heute dennoch in dieser Welt, die im Argen liegt. Wieso sollte das Böse ausgerechnet vor mir halt machen? Auch als Christ bin ich anfällig für die Versuchung des Bösen und auch als Christ erliege ich dieser Gefahr immer wieder. Vielleicht rede ich bloß nicht gerne darüber, aus Angst davor, welches Bild ich damit abgebe. Aber das ist ein Fehler, denn damit bleibt es im Dunkeln und die Finsternis kann weiter die Fäden ziehen.

Das Auge ist das Licht des Leibes … dessen will ich mir zukünftig bewusst sein. Und folgenden Rat Jesu will ich mir zu Herzen nehmen: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“ Matthäus 26,41
Die Finsternis soll keine Macht mehr über mich haben. Ich will ihr keinen Raum mehr geben und ihr jedes Spielfeld nehmen. Deshalb gilt einerseits, dass Wachheit geboten ist hinsichtlich dessen, was ich mir vor Augen führe. Andererseits gilt es, mir klar zu machen, dass es nichts, rein gar nichts gibt, über das ich nicht mit jemandem reden könnte. Das weiß ich jetzt endlich aus Erfahrung. Und das ist wichtig, denn es gibt Dinge, die kann man alleine nicht tragen, ob man das wahrhaben will oder nicht. Und nicht zuletzt gilt es, ganz fest an Gott festzuhalten, der diese Welt überwunden hat und eine unfassbare Perspektive verspricht. Und das alles gilt es, jeden Tag, jede Stunde aufs Neue in den Blick zu nehmen!

„Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!“ Matthäus 6,22-23

Jesus sprach: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Johannes 8,12

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Ich elender Mensch

„Denn ich weiß, dass in mir, das heißt, in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7,18-19)
„Denn ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.“ (Römer 7,22-23)

Immer wieder muss ich einsehen, dass ich, so frei ich angesichts meiner himmlischen Heimat auf eine bestimmte Weise sein mag, dann doch auch immer noch Gefangener in dieser Welt bin. Das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Ich will es nicht und doch tue ich es. Ich mache Fehler, meist nur kleine, aber dann geschehen plötzlich auch Dinge, die einfach nicht geschehen dürfen, Dinge, die mich nicht nur zutiefst beschämen, sondern regelrecht erschaudern lassen. Ich kann nur von mir reden … ich habe diese Erfahrung jüngst wieder gemacht.

„Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn!“ (Römer 7,24)

Ich bin so dankbar, dass ich die Perspektive ewigen Lebens haben darf, dass ich von meinem Zuhause bei Gott wissen darf, und dass diese Zeit kommen wird, wo alles Böse keinen Platz mehr hat. Ich darf diese Verheißung kennen und will darauf bauen. Was aber andererseits nicht heißt, dass ich dadurch das Böse, das ich heute tue einfach stehen und geschehen lassen darf. Ich muss mit den Konsequenzen leben, kann mich vor Verantwortung nicht drücken. Und ich muss selbst Konsequenzen ziehen! Aber ich muss nicht nur, nein, ich will Konsequenzen ziehen und ich tue es auch. Paulus soll mein Vorbild sein.

„Wisst ihr nicht: Die im Stadion laufen, die laufen alle, aber nur einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen. Ich aber laufe nicht wie ins Ungewisse; ich kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt, sondern ich schinde meinen Leib und bezwinge ihn, dass ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.“ (1. Korinther 9,24-27)

Ich bin weit weg, wie Paulus zu sein, würde mich niemals mit ihm messen wollen. Aber ich will mich in dieser Welt nicht länger kampflos ergeben und mich nicht mehr allzu leicht zu schändlichen Dingen hinreißen lassen, die ich eigentlich nicht im Geringsten will. Deshalb muss mein Blick in Richtung Ziel gehen, Stunde für Stunde, Tag für Tag. Und im Blick auf das, was mich nach der göttlichen Verheißung einst erwarten wird, will ich heute ein anderes Leben führen. Und wenn ich falle, werde ich wieder aufstehen, Konsequenzen ziehen und weiter geht’s; gegenwärtig immer in der Verantwortung für mein Tun, aber gleichzeitig im Vertrauen auf die unfassbare Gnade und Vergebung meines Herrn.

„Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn!“ (Römer 7,24)

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